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Caselitz et al., npj Imaging, 2026
Caselitz et al., npj Imaging, 2026

Studie zur nicht-invasiven Messung der Darmtransitzeit bei Kindern veröffentlicht

Forschende des PETI-Lab haben eine neue klinische Pilotstudie zur funktionellen Darmbildgebung bei Kindern veröffentlicht. Die Arbeit erschien in npj Imaging und untersucht erstmals die nicht-invasive Messung gastrointestinaler Transitzeiten bei pädiatrischen Patientinnen und Patienten mittels kontrastverstärkter multispektraler optoakustischer Tomographie (CE-MSOT).

In der Studie wurde ein oral verabreichtes Indocyaningrün-(ICG)-Kontrastmittel mit optoakustischer Bildgebung kombiniert, um die Passage durch Dünn- und Dickdarm in Echtzeit darzustellen. Dabei konnten ICG-Signale im terminalen Ileum bereits nach 13 Minuten und im Sigma nach 41 Minuten detektiert werden. Die Methode ermöglichte damit erstmals eine strahlungsfreie und bedside-fähige funktionelle Analyse der gastrointestinalen Motilität bei Kindern.

Die Untersuchung umfasste zehn pädiatrische Patientinnen und Patienten mit unklaren gastrointestinalen Beschwerden. Die Ergebnisse zeigten, dass beschleunigte Transitzeiten mit klinischen Symptomen wie Diarrhoe, abdominalen Schmerzen oder funktionellen gastrointestinalen Beschwerden assoziiert sein können. Darüber hinaus erlaubte die Methode eine segmentale Beurteilung von Dünn- und Dickdarmfunktion und eröffnete damit neue Möglichkeiten zur objektiven Bewertung bislang schwer quantifizierbarer Symptome.

Die Autorinnen und Autoren sehen in der kontrastverstärkten MSOT ein vielversprechendes Werkzeug für die funktionelle gastrointestinale Diagnostik im Kindesalter. Aufgrund der kurzen Untersuchungsdauer, fehlender Strahlenbelastung und guten klinischen Integrierbarkeit könnte die Methode zukünftig insbesondere bei funktionellen Bauchschmerzen und unklaren gastrointestinalen Beschwerden eingesetzt werden.

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